Modernisierung und Cloud-Migration des Kernproduktes, Umstellung auf KI-getriebene Software-Entwicklung

Auftraggeber

Branche
Bauwirtschaft

Größe
< 10 Mitarbeiter

Mandat

Funktion
Technische Gesamtverantwortung Kernprodukt / Projektleiter Modernisierung und Cloud-Migration

Auftrag
Sicherung und Fertigstellung eines gefährdeten Software-Entwicklungsvorhabens, Modernisierung des Kernproduktes, Cloud-Migration, Professionalisierung der Infrastruktur, Umstellung des Entwicklungsprozesses auf KI

Einsatzort
Zürich (CH)

Projektdauer
7 Monate

Ausgangslage/Problem

  • Das Kernprodukt des Unternehmens – eine über Jahre gewachsene Eigenentwicklung – trägt den Großteil der Wertschöpfung. Die Technologie war veraltet, Weiterentwicklung und Wartung zunehmend teuer und riskant.
  • Kein eigenes IT-Personal: Die Entwicklung war vollständig an einen externen Dienstleister vergeben. Wegen wiederkehrenden Terminverzugs, nicht eingehaltener Zusagen und mangelhafter Qualität trennte sich das Unternehmen von ihm – und aus denselben Gründen im Projektverlauf auch von dessen Nachfolger.
  • Damit stand ein Vorhaben, dessen Scheitern das Geschäftsmodell unmittelbar getroffen hätte, ohne umsetzende Entwicklungsmannschaft da.

Aufgaben/Maßnahmen

  • Übernahme der technischen Gesamtverantwortung. Absicherung der Übergabe zwischen den Dienstleistern sowie Steuerung und Controlling der externen Anbieter (Termine, Qualität, Code-Reviews, Abnahmen).
  • Eigener Einstieg in die Entwicklung, nach der Trennung vom zweiten Dienstleister vollständige Fertigstellung des Vorhabens in Eigenleistung.
  • Ablösung der von externen Dienstleistern getragenen Entwicklung durch rein KI-getriebene Software-Entwicklung (Anthropic Claude Code). Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur für den parallelen Betrieb mehrerer KI-Agenten und eines KI-Entwicklungshandbuches. Die Entwicklung erfolgt seither ausschließlich KI-getrieben.
  • Technologieauswahl und Zielarchitektur, Portierung in die Cloud, Professionalisierung der Infrastruktur sowie Aufbau einer automatisierten Toolchain (CI/CD-Pipeline, automatisierte Tests, Qualitäts-Gates).
  • Konzeption und Entwicklung neuer Produktfunktionen, u. a. eines erweiterten Sicherheits- und Berechtigungssystems sowie einer neuen Bildverwaltung und -verarbeitung.

Ergebnis

  • Das Vorhaben wurde trotz der Trennung von beiden Dienstleistern abgeschlossen: Das Kernprodukt ist modernisiert, in die Cloud überführt und im Produktivbetrieb.
  • Die Entwicklungsleistung ist um ein Vielfaches gestiegen: 2024 waren es 85 Commits im gesamten Jahr, Ende 2025 eine dreistellige Zahl pro Monat; bis zu 14 KI-Agenten entwickeln parallel.
  • Die Abhängigkeit von externen Entwicklungsdienstleistern ist aufgelöst; Termin- und Qualitätsrisiken sind durch Toolchain und automatisierte Tests objektiv messbar.
  • Das Regelwerk für die KI-gestützte Entwicklung ist fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses geworden und trägt inzwischen auch Folgeprojekte.

Referenz Nr. 27