Unterstützung bei Analyse und datenschutzrechtlicher Neuausrichtung einer cloudbasierten Branchensoftware-Plattform

Auftraggeber

Branche
Informationstechnologie (cloudbasierte Branchensoftware für Verbände und Mitgliederorganisationen)

Größe
Kleinunternehmen

Mandat

Funktion
IT-Assessment und IT-Beratung (Produkt-, Infrastruktur- und Datenschutzkonzept)

Auftrag
Analyse bestehender Software, Infrastruktur und Prozesse sowie Erarbeitung von Vorschlägen zur datenschutzrechtlichen Neuausrichtung von Produktkonzept und -architektur

Einsatzort
Saarbrücken

Projektdauer
2 Monate

Ausgangslage/Problem

  • Das Unternehmen betreibt eine gewachsene, cloudbasierte Branchensoftware, über die in erheblichem Umfang personenbezogene Daten verarbeitet werden.
  • Zum Nutzerkreis gehören Auftraggeber der öffentlichen Hand. Diese hatten beanstandet, dass die Umsetzung des Datenschutzes technisch wie inhaltlich nicht durchgängig den Anforderungen genügte.
  • Produktkonzept, technische Umsetzung und Infrastruktur waren daher so weiterzuentwickeln, dass sie den Anforderungen öffentlicher Auftraggeber standhalten – ohne den funktionalen Kern des Produktes und damit dessen Marktvorteil zu entwerten.

Aufgaben/Maßnahmen

  • Bestandsaufnahme über die gesamte Wertschöpfungskette: Funktionsumfang der Software, Datenmodell und Datenflüsse, Software-Entwicklungsprozesse sowie Cloud-Infrastruktur und die dahinterliegende Dienstleisterlandschaft.
  • Systematische Aufnahme und Bewertung der von öffentlicher Seite vorgebrachten Bedenken – nach datenschutzrechtlicher Kritikalität, technischer Lösbarkeit und Auswirkung auf das Produkt.
  • Anpassung des inhaltlichen Produktkonzeptes: Neufassung einzelner Funktionen so, dass sie denselben fachlichen Zweck datensparsamer erfüllen (Zweckbindung, Rollen- und Berechtigungsmodell, Sichtbarkeiten, Einwilligungen, Aufbewahrungs- und Löschkonzept).
  • Erarbeitung von Maßnahmen zur Verbesserung des Datenschutzes auf Infrastruktur-Ebene (u. a. Verschlüsselung, Zugriffs- und Protokollierungskonzept, Auftragsverarbeitung und Standortwahl).
  • Mitarbeit am technischen Umsetzungskonzept und Verankerung der Anforderungen im Entwicklungsprozess, sodass Datenschutz als Konstruktionsprinzip statt als nachgelagerte Korrektur wirkt.
  • Fachliche Begleitung des Auftraggebers in den Gesprächen mit den Datenschutzbeauftragten der öffentlichen Hand.

Ergebnis

  • Das Datenschutzniveau wurde auf ganzer Breite deutlich angehoben – im Produktkonzept, in der Software selbst, in der Infrastruktur und im Entwicklungsprozess.
  • Die Bedenken der öffentlichen Auftraggeber konnten ausgeräumt werden, unter anderem in direkten Gesprächen mit deren Datenschutzbeauftragten.
  • Der öffentliche Auftrag wurde zwischenzeitlich erfolgreich umgesetzt.

Referenz Nr. 29